Ferien: Was mein Auto angeht…

Also: Was mein Auto angeht, bin ich zufrieden, wenn es angeht.

Warum?

Alles fing damit an, dass ich hin und wieder quietschende Fenster hatte. Nicht irgendein kleines Quietschen, nein, es war so laut, dass man als Lehrer und als echter „Mann, ey!“ nicht mehr gern auf dem Schulhof die Scheiben ein- oder ausfährt. Etwas blöde, wenn das Cabriolet diese Sicherheitsschaltung beim Öffnen und Schließen erfordert. Nun ja. Ein paar Monate ins Land und – schwupps! – schon ruckeln die Fenster. Mal funktioniernse, mal funktioniernse eben nich. Und schließlich kommt das Ferienbier, die Abschlussveranstaltung des Schuljahres, wo man als Lehrer gern beieinander steht und in entspannter Atmosphäre am Nachmittag des letzten Schultages die stressigen letzten Wochen Revue passieren lassen kann. Alles gut, könnte man denken. Doch am nächsten Morgen will aufgeräumt werden. Man fährt also lässig mit seiner Karre zu den Kollegen, weiß schon: Bloß kein Fenster runtermachen, ey! Und dann: Gerade noch einmal Tschüss sagen, mit dem Kollegen am Wegesrand abklatschen und SCH…! Jetzt hab ich doch das Fenster runtergefahren und das verdammte Ding will nicht mehr hoch und ich wollte doch in die Waschanlage und wie soll das denn gehen, wenn ich das Scheißding nicht zu krieg?!

Also gleich mal die Autohäuser gecheckt. „Hey, könnt ihr mir das machen?“ – „Nee, Alter, keine Zeit.“ – „Na gut.“ Im Internet recherchiert und „Schiet, das kann alles sein!“ rausgefunden. Ab ins Peugeot-Autohaus, denn die müssen ja wissen wie’s geht. Tausenddreihundert Euro später geht die Karre wieder toll zu und auf. Ich fahr so los, fünfundvierzig Kilometer (vom Autohaus weg, denn das ist da, wo ich wohn, ey!) und dann in die Waschanlage, bloß nich die Fenster runter nach der Waschanlage, sonst kommt das schlecht, weil die Scheiben ja runterfahren und dann hat man überall die Wasserflecken drauf, weiterfahren, noch n bisschen durch die Sonne, vor nem Laden parken, shoppen, rausgehen, ja, ist jetzt trocken genug und auf die Karre und dann…

…bleibt wieder das scheiß Fenster unten! Und ich hab doch schon 1300 € in ein zehn (10!) Jahre altes Auto gesteckt! Wollt ihr mich… – ihr wisst schon.

Anruf beim Autohaus. Ich so: „Ey, Alta, das is ziemlich uncool.“ Die so: „Ja, was solln wa machn? Wir wissen doch auch nicht, was es ist.“ – „Danke auch. Wer soll das denn sonst wissen?“ – „Also: Vorschlag. Kommen Sie in zwei Wochen wieder, dann ist ein Techniker im Haus.“ – „Äh, warum ist denn nicht dauernd ein Techniker im Haus?!“ Und überhaupt: „Haben Sie gemerkt, dass das Wetter gerade ziemlich geil ist und alle Cabrio-Fahrer gerade steil gehen? Na gut, ich melde mich wieder.“

Und dann kam dies:

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Auto bauen macht ja soooo Spaß! Danke, Gott, das Leben ist schön!

(Und ganz ehrlich: Wer schraubt schon an einem Auto wie einem BMW herum, das jünger als 3 Jahre ist?)

Das Fenster funktioniert übrigens noch nicht. Aber der Engländer auf Ebay meinte, es könnte das Temic-Modul sein. Das ist nun ausgebaut und auf dem Postweg. Er möchte es für 50 € reparieren. Wenn es das war, was soll ich dann dem Autohaus sagen???

Aber geil ist’s schon: Fahrertür ausgebaut, neuer Kabelbaum in der Tür, neues Lenkrad, neuer Schaltknauf, Sitze: mal sehen, neue Mittelarmlehne mit Ablagefach und deshalb auch neues Schubfachmodul (mit Becherhalter) aus einem Alfa 147 etwas angepasst und angeschliffen für einen 207cc, die Kabel ordentlich verlegt, einen versenkbaren iPhone-Halter gebaut… Ja, was bitte ist Digitalisierung?! Die geht mir aber sowas von am Auspuff vorbei gerade… 😉

Und: Ist natürlich besonders easy, wenn es nicht das einzig zur Verfügung stehende Automobil ist.

Das hier muss ich noch loswerden:

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