Lehrer finden Digitalisierung doof.

These: Lehrer finden Digitalisierung doof.

Ich höre schon den Aufschrei der Twitter-Community: „Das stimmt doch gar nicht! Was für ein Nestbeschmutzer!“ Doch tritt man einen Schritt zurück und sieht auf das ganze Bild, so wird deutlich: Die Microblogger sind eine krasse Minderheit! Das kann auch jeder Microblogger bestätigen. Ich nehme zwar wahr, dass seit Einführung günstiger iPads (2018) und dem Funktionieren des Apple Pencil mit denselben ein klarer Anstieg von Nutzern zu vermelden ist. (Ich selbst habe in den letzten drei Monaten zwei iPad 2018 ins Kollegium weiterverkauft.)

Dennoch: Der größte Teil des Kollegiums hat zwar Mobilgeräte, aber die Nutzung in der Schule stellt sich sehr beschränkt dar, was nicht böswillig ist, sondern einfach Fakt. Manche sind so weit, dass sie Präsentationen vom iPhone halten (und sich selbst dann für einen Digitalisierungs-Gott!). Andere machen eine Internet-Recherche mit Mobilgeräten. Gähn.

Wenn es aber hart auf hart kommt, dann greifen viele Kollegen zum „Zettel“. Und der ist immer Trumpf. Diese Analog-Analog-Brücke kostet fast keine Zeitinvestition und gedanklich ist der Datenschutz bei diesem Medium viel besser zu bewältigen als bei allem, was digital ist.

Und schauen wir mal nach draußen: Heute bei uns 19-33° C, strahlender Sonnenschein, stehende Luft, das Meer vor der Tür. Wer – um alles in der Welt – will sich da mit der Integration seines Apple-Kosmos in ein Windows 7-Schulumfeld befassen? Wer möchte die nächste Datenschutznorm aus der DSGVO mit seinem Digital-Workflow abgleichen? Wer möchte die vielen (voll coolen!) Apps für iOS (oder Android) ausprobieren? Das, liebe Leute, machen nur die Wahnsinnigen unter uns. Und meine Erfahrung ist: Die meisten sind doch ganz normal – und nicht wahnsinnig.

Deshalb finden Lehrer vermutlich Digitalisierung doof!

Dabei wäre doch einiges mehr drin, bspw. ein paperless workflow wie ihn derzeit Tom Solid unter die Lupe nimmt. Lesenswert – wenngleich auch schon 2012 geschrieben und 2014 aktualisiert – ist diesbezüglich auch: David Sparks – Paperless.

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